REBELL Wiesbaden

Rede beim internationalistischen 1. Mai in Mainz


1. Mai 2014

Die Demonstration zum 1. Mai in Mainz hat mit ca. 400 Teilnehmern erfolgreich stattgefunden. Wir veröffentlichen hier die Rede des REBELL Wiesbaden, die auf der Demo gehalten wurde:

Wir begrüßen, dass es dieses Jahr eine kämpferische und internationalistische 1. Mai Demonstration im Raum Mai/Wiesbaden gibt.

Für uns ist der 1. Mai der internationale Kampftag der Arbeiterklasse und nicht nur ein Feiertag, an dem ein paar Tagesforderungen gestellt werden.

Für uns ist der 1. Mai auch ein Kampftag für ein anderes System, jenseits des Kapitalismus, jenseits der Ausbeutung von Mensch und Natur — Ein Kampftag für den Sozialismus!

In Istanbul/Türkei versucht der Staat eine kämpferische 1. Mai Demonstration zum Taksim Platz zu verhindern. In diesem Moment geht die Polizei gegen Demonstranten vor. Erste Infos von verletzten Demonstranten mit blutüberströmten Gesicht erreichen uns.

Lasst uns deshalb diesen 1. Mai besonders ins Zeichen der internationalen Solidarität mit dem türkischen Volk und allen kämpfenden Völkern der Welt stellen.

Im Zentrum dieses weltweiten Kampfes steht die Rebellion der Jugend. Weltweit ist die Jugend die aktivste Kraft im Kampf für eine lebenswerte Zukunft, im Kampf gegen Umweltzerstörung, imperialistische Kriege, rassistische Ausgrenzung und Massenarbeitslosigkeit.

Tausende Jugendliche gingen zum Beispiel in verschiedenen Städten gegen die menschenverachtende Einwanderungspolitik der EU auf die Straße. Der französische Geheimdienst geht davon aus, dass von den Flüchtlingen, die übers Mittelmeer kommen, nur jeder vierte das europäische Festland lebend erreicht. Opferzahlen dieser Festung Europa können nur grob geschätzt werden.

Dass man diese EU sozial reformieren könne ist eine Illusion. Trotz Friedensnobelpreis bleibt sie ein imperialistischer Machtblock, der dem Zweck der Unterdrückung der Massen durch die Monopole dient.

Auch gegen die fortschreitende Zerstörung der Umwelt richtet sich der Widerstand. Die kapitalistische Produktionsweise ist heute unvereinbar mit dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen geworden. Doch ungeachtet der schon jetzt offenbar werdenden Auswirkungen der globalen Umweltzerstörungen fahren Staat und Monopole in gleicher Weise fort. Kosten für die wenigen Zugeständnisse in der Energiepolitik werden allein den Massen aufgebürdet — So funktioniert der bürgerliche Ökologismus.

Heute erfolgt die Weichenstellung dafür, ob die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit zerstört oder bewahrt werden.

Die Einheit von Mensch und Natur kann nur in einem sozialistischen Gesellschaftssystem bewahrt und höherentwickelt werden.

In diesem Sinne wünschen wir uns allen einen kämpferischen 1. Mai und eine gelungene Demonstration.



sharen!

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