REBELL Wiesbaden

Bildungsstreik in Wiesbaden! 17. Juni Demo!


Der REBELL Wiesbaden ist aktives Mitglied im Bildungsbündnis Wiesbaden/RTK. Das Bündnis organisiert den Bildungsstreik in Wiesbaden. Hier der Aufruf:

www.bildungsstreik-wiesbaden.tk
Der derzeitige Zustand des hessischen Bildungssystems ist miserabel und eine Veränderung ist zurzeit leider nicht in Sicht. Die Auswirkungen der Sparpolitik im Bereich der Bildung bekommen wir seit Jahren zu spüren: Der Unterricht an Schule und Hochschule findet in viel zu großen Klassen und Kursen statt, denn es gibt viel zu wenige Lehrkräfte.

Doch anstatt ausreichend neue Lehrkräfte auszubilden, werden zunehmend unqualifizierte »Ersatzlehrkräfte« eingesetzt. Durch die immer frühere Selektion in unterschiedliche Schulzweige, die Schulzeitverkürzung G8, zentrale Abschlussprüfungen und immer mehr Vergleichsarbeiten an den Schulen sowie der Einführung des Bachelor-/Mastersystems an den Hochschulen entsteht ein ständig wachsender Leistungsdruck.
Dieser Leistungsdruck verhindert zunehmend kreative Tätigkeiten wie Kunst, Musik oder Sport in-oder außerhalb der (Hoch-)Schule und ein Blick über den eigenen Tellerrand hinaus wird immer schwieriger. Gemeinnütziges Engagement, z.B in Vereinen oder politischen Verbänden, geht als Ergebnis zurück und anstelle eines Lebensraum mit gutem Lernklima wird die Schule für viele zu einer täglichen Qual. Es wird aber nicht nur durch Selektion und Schulzeitverkürzungen im Bereich Bildung gespart. Die meisten Gebäude der Schulen und Hochschulen sind in einem miserablen Zustand und immer öfter wird auf Schulhöfen in Containern unterrichtet.

Antatt diese Zustände an staatlichen Bildungseinrichtungen zu verändern, werden zunehmend gezielt private Bildungseinrichtungen gefördert, die sich durch Schulgeld finanzieren. Als ganz aktuelles Bespiel ist hier die Förderung der European Bussines School (EBS) zu sehen, die vor einigen Wochen von der Stadt Wiesbaden mit 10 Millionen Euro Steuergeldern bezuschusst wurde. Die Zuschüsse vom Land Hessen werden wohl noch etwas darüber liegen. Es ist zwar begrüßenswert, dass auf einmal doch so viel Geld für Bildung da ist, doch bei rund 12 Tausend Euro Studiengebühren, die die EBS jährlich von ihren Studentinnen und Studenten verlangt, stellt sich die Frage wer von solchen Fördermaßnahmen profitiert: Die Bildung der breiten Masse jedenfalls nicht!
Auch wenn an staatlichen Schulen noch kein Schulgeld verlangt wird und die Studiengebühren an den hessischen Universitäten wieder abgeschafft wurden, werden auch hier immer mehr Kosten auf die SchülerInnen, StudentInnen beziehungsweise meistens die Eltern abgewälzt. Es handelt sich zwar meist um relativ kleine Beträge, aber die Summe steigt stetig: Kopiergeld, Bücher und »Übungshefte«, überteuerte Mittagessen, Spindgebühren und und und.
Diese Bildungspolitik wird seit Jahren über die Köpfe derer hinweg gemacht, die die Folgen zu spüren bekommen. Kritik, Wünsche, Forderungen und Warnungen von den Vertretern der Schüler-, Studenten-, und der Lehrerschaft sowie der Eltern wurden zu häufig ignoriert.

Nun ist es an der Zeit auf die Straße zu gehen um deutlich zu machen, dass wir der ständigen Verschlechterung unserer Bildung nicht einfach tatenlos zusehen. Gemeinsamer Protest von Schülerinnen und Schülern, Studentinnen und Studenten, Lehrerinnen und Lehrern und von den Eltern kann von der Politik nicht vollständig ignoriert werden, wie wir bei den Protesten gegen Studiengebühren, G8 und »Unterrichtsgarantie Plus“ gelernt haben. Deshalb lasst uns zusammen am 17.06.09 in Wiesbaden gegen die derzeitige Bildungspolitik protestieren und das Thema Bildung in Politik und Öffentlichkeit wieder in den Vordergrund rüKen.

Gemeinsam werden wir deshalb als Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, Lehrerinnen und Lehrer und als Eltern auch in Wiesbaden, zeitgleich zu den Bildungsstreiks in ganz Deutschland, am 17. Juni eine gute und kostenlose Bildung für alle einfordern.

Unsere Forderungen
  • Kostenfreie Bildung für Alle
  • Mehr Geld für staatliche Bildungseinrichtungen
  • Mehr Lehrkräfte, kleinere Klassen, Kurse & Vorlesungen
  • Demokratisierung des Bildungssystems
  • Lernmittelfreiheit
  • Beendet den Einfluss der Wirtschaft auf Schulen und Universitäten
  • Längeres gemeinsames lernen
  • Freie Schulwahl
  • Gegen die Schulzeitverkürzung G8


Zusätzliche Forderung der Studierenden:
  • Abschaffung des Bachelor/Master-Systems den Hochschulen




sharen!

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